Lieblingsprodukte

Mein faires Produkt des Monats

Unter dieser Rubrik stellen Mitglieder des Fair Trade Teams und Fairtrade-Begeisterte aus Unterschleißheim monatlich ihre Lieblingsprodukte aus dem Fairen Handel vor.

Februar 2024: Handtasche ZUMAA aus Indien

Meine neue Lieblingstasche ZUMAA ist nicht nur sehr schön anzusehen und sehr praktisch, sondern sie ist vor allem auch fair produziert. Erst war ich natürlich skeptisch, aber dann habe ich nachgelesen und war total begeistert. Diese und viele weitere Taschen werden in dem Familienbetrieb Feather Touch in Indien (Kolkata, Westbengalen) gefertigt. Das Unternehmen wurde 2005 gegründet und hat seit 2010 einen starken Vertriebspartner CONTIGO an seiner Seite, der die Waren direkt vom Hersteller importiert.

Gefertigt wird aus Rinds- oder Ziegenleder, das aus vegetabiler Gerbung stammt. Das heißt es kommen nur pflanzliche Stoffe bei der Gerbung zum Einsatz, keine Chromsalze wie sonst.
Bei meiner Tasche wurde eine traditionelle Methode für das wunderschöne Muster angewandt: die Shantiniketani-Technik, die bereits vor knapp hundert Jahren entwickelt wurde. Dabei wird das geprägte Ziegenleder von erfahrenen Handwerkerinnen von Hand koloriert und so dieses einzigartige Muster geschaffen.
Die ganzen Details über meine Tasche können Sie auch gerne hier nachlesen.

Ich finde es toll, dass man auch so schöne Accessoires mittlerweile mit gutem Gewissen kaufen und tragen kann!

Gabi Stollmann

 

Januar 2024

Endlich ist sie da! „Die Gute Schokolade“ von Plant-for-the-Planet wurde vor allem im Dezember 2018 durch den 1. Platz beim Test von Vollmilchschokoladen durch Stiftung Warentest bekannt. Seit Herbst 2023 ist sie als Zartbitterversion in gut sortierten Supermärkten und Eine-Welt-Läden erhältlich. Bei dieser veganen Schokolade beträgt der Kakaoanteil mindestens 60%. Die Zutaten Kakao und Zuckerrohr stammen aus biologischem Anbau. Die Schokolade wird klimaneutral und selbstverständlich unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt. 

Plant-for-the-Planet ist eine globale Organisation, in der sich vor allem Kinder und Jugendliche engagieren. Gegründet wurde sie in Bayern. Sie hat sich als Ziel gesetzt, eine Billion Bäume zu pflanzen. Mit dem Kauf von fünf Tafeln „Die Gute Schokolade“ – auch in der Zartbitterversion – unterstützt man den Anbau von einem Baum. Möglich wird dies, da Hersteller und Händler auf ihren Gewinn verzichten. 
Der Preis für eine 100g Tafel einer Zartbitterschokolade mit ca. 1,45 € ist wirklich nicht hoch. Außerdem schmeckt sie gigantisch gut.

Sabine Thierfelder

Dezember 2023 

Dieses wunderschöne Mehrzweck-Körbchen ist so vielseitig verwendbar, dass es bei mir den Sprung zum Produkt des Monats geschafft hat. Man kann damit Einkaufen gehen und durch einfaches Zusammenfalten Obst, Tees oder Süßigkeiten darin aufbewahren! Spielzeug selbstverständlich auch und sogar als Übertopf für Pflanzen soll er ideal geeignet sein. Ich verwende ein Exemplar zum Einkaufen und das andere zur Aufbewahrung von Obst oder Tee-Packungen. An das Pflanzen-Übertopf-Thema muss ich aber unbedingt auch mal ran…

Die Körbchen werden in Bangladesch handgeflochten. Es sind liebevoll gearbeitete Einzelstücke, die unter fairen Bedingungen vom langjährigen GEPA-Partner CORR – the Jute Works per Hand gefertigt werden. Sie sind aus gebleichter und anschließend gefärbter Jute.
Eine echte Alternative zu Stofftaschen und Weidenkörbchen. Erhältlich ist dieses und ähnliche Produkte unter anderem bei GEPA.

Gabi Stollmann

November 2023: KIBODO – Computer-Tastatur und Maus aus Bambus

Lange haben wir gesucht, um eine faire und nachhaltige Tastatur zu finden und dann haben wir sie entdeckt! – die Tastatur, sogar mit Maus, aus nachhaltigem Bambus-Holz von KIBODO, ehem. Bamboo Electronics (KIBODO Shop – keyboard and wireless bamboo mouse).
Tastatur und Maus sind nicht nur form-schön, sondern auch unter fairen Bedingungen gefertigt und nachhaltig. Das Produkt ist auf Langlebigkeit ausgelegt, die Tasten sind graviert und werden nicht verblassen. Sie sind leicht abnehmbar und bei Bedarf austauschbar.
KIBODO ist ein französisches Unternehmen, das in enger Kooperation mit kleineren Unternehmen arbeitet. Sie bieten mehrere Produkte aus Bambus, die alle in China in der Nähe der lokalen Bambuskulturen hergestellt werden. Laut eigenen Angaben verzichtet KIBODO wegen der hohen Kosten auf Zertifikate. Sie arbeiten aber dennoch ausschließlich mit anerkannten und geprüften Herstellern zusammen. Diese werden von Firmen wie „Bureau Veritas“ geprüft und überwacht, die die Qualität der Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter bescheinigen. Faire Bezahlung, direkter Austausch mit den Mitarbeitern auf Augenhöhe und langfristige Zusammenarbeit sind ein Ausdruck für die Wertschätzung.

Das alles hat natürlich seinen Preis, aber das Ergebnis ist es uns wert!

Gabi Stollmann

Oktober 2023: Geldbeutel

Mein Portemonnaie aus fair gehandeltem Leder habe ich im Weltladen im sächsischen Freiberg gekauft. Es muss im Jahr 2015 oder 2016 gewesen sein. Ich schätze das Portemonnaie sehr, weil seine Verarbeitung sehr gut ist. Zuvor hatte ich immer Geldbeutel aus konventionellem Leder. Diese gingen in der Regel nach wenigen Jahren kaputt. Mein Geldbeutel ist jedoch auch nach gut sieben Jahren noch fast wie neu. Außerdem wurde das Leder mit pflanzlichen Stoffen gegerbt. Bei konventionell gegerbtem Leder wird in der Regel „sechswertiges Chrom“ verwendet. Ein Stoff, der häufig zu Allergien führt, u.a. auch bei mir.

Der indische Hersteller EMA (Equitable Marketing Association) beliefert zumindest den Freiberger Weltladen nicht mehr mit dem Geldbeutel. Es gibt jedoch ein vergleichbares Produkt bei Еl Puente. Produziert wird dieses Portemonnaie von MKS (Madhya Kalikata Shilpangan) in Indien. Die Organisation stammt ursprünglich aus Westbengalen, arbeitet aber inzwischen mit über 20 Produzentengruppen in verschiedenen Regionen Indiens zusammen. Sie hat sich bereits seit den 90er Jahren den Fairtrade Zielen verschrieben. Entsprechende Sozialstandards sind daher seit Langem gegeben. Weiterhin verfolgt die MKS auch das Ziel die traditionellen Handwerker so zu leiten, dass sie wettbewerbsfähige Produkte für Exportmärkte herstellen. Dabei ermutigt sie insbesondere Frauen und Menschen mit Behinderung ein Handwerk zu erlernen. Schließlich wird auf allen Stufen des Wertschöpfungsprozesses vom Einkauf hochwertiger Rohstoffe, über die Gerbung und Lederfärbung bis zum Versand auf möglichst umweltverträgliche Lösungen geachtet.

Martin Knab

September 2023: T-Shirt, Tasche und Rucksack von House of Wolf

Das T-Shirt mit dem aufgenähten Mondsichelmotiv gehört zu meinen absoluten Lieblingsstücken, Rucksack und Tasche ergänzen es perfekt und machen das stylishe Outfit auch sehr zweckmäßig.
Ein schönes Beispiel für Designermode aus Deutschland. House of Wolf wurde gegründet mit der Intention, einen neuen Style in die faire Modewelt zu bringen, ein wenig weg von Basics, ein bisschen mehr hin zu Statement Pieces; faire Stücke sollen mit etwas Extravaganz erweitert werden. Der House of Wolf Signature Style ist das Herzstück des Labels. „Eine Mischung aus cooler Rockästhetik und romantischer Eleganz“, so beschreibt es die junge Designerin selbst.
Vor allem die Details kreieren den typischen Stilmix von House of Wolf: sichtbar verarbeitete Reißverschlüsse, feine Spitze und die Kombination aus verschiedenen Materialien und Strukturen. Mich hat vor allem die Kollektion „The moon and his flowers“ begeistert, aus der die gezeigten Sachen stammen, die aufgenähte stilisierte Mondsichel finde ich über Trends hinweg ansprechend und mit Aha-Effekt. Die Kollektion „The Knot“ ist leider bereits komplett ausverkauft, „Going your own way“ ganz neu und noch zu bekommen.
Das kleine Label punktet neben dem Style auch mit hohem Anspruch und Werten. Man kann die Sachen guten Gewissens tragen, da Fairness großgeschrieben wird. Produziert wird innerhalb Deutschlands in einer kleinen Schneiderei in Sachsen, verarbeitet wird zertifizierte Bio-Baumwolle und Kunstleder, was dann auch die Veganer unter uns freuen dürfte.

Sandra Nägele

 

 

 

August 2023: Eistee aus fairer Zitronenlimonade und exotischem Früchtetee

Im Fairhandelshaus in Amperpettenbach wurde mir an einem heißen Sommertag ein selbstgemachter Eistee zum Probieren angeboten. Dieser hat erfrischend und exotisch geschmeckt, so dass ich mir die Zutaten genauer angesehen habe. Die beiden Hauptbestandteile sind zum einen Zitronenlimonade und zum anderen Lively Bio Tee.

Zuerst gießt man den 250 ml kochendes Wasser auf und lässt zwei Teebeutel ca. zehn Minuten ziehen. Auf drei Gläser verteilt man die Limonade und gibt jeweils drei Eiswürfel dazu. Danach gießt man vorsichtig den abgekühlten Tee dazu, damit zwei Schichten entstehen. Wenn man möchte, kann man den Tee noch mit frischem Zitronensaft und Minze verfeinern. Vor dem Trinken sollte man den Tee umrühren. Das Rezept mit allen Details findet man auf einer Website der GEPA.

Die „Bio Limo Zitrone“ von GEPA hat einen Fair-Handelsanteil von 80% (ohne Wasser). Die Zutaten kommen überwiegend aus Paraguay. Ich bin keine Limotrinkerin, aber dieses Getränk schmeckt mir sehr gut, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass es nicht so süß ist. So beträgt der Zuckeranteil nur ca. 7 %.
Der „Lively Bio Tee“ besteht hauptsächlich aus Hibiskus, der von Kleinbauern und -bäuerinnen in Burkina Faso angebaut wird. Des Weiteren enthält er Hagebutte und Rooibos. Seine besondere Note erhält er durch Gewürze, wie z.B. indisches Basilikum und Baobab. Alle Zutaten stammen aus biologischem Anbau.

Wenn man die Zutatenliste liest, denkt man sich, ob man wirklich einen Eistee mit so vielen exotischen Zutaten braucht. Auf der anderen Seite unterstützt man, zum Beispiel durch den Kauf des Tees die Kooperative UPROMABIO, die in einem der ärmsten Länder Afrikas nicht nur Mangos, sondern jetzt zusätzlich Hibiskus anbaut und fair vermarkten kann. Durch das Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern wird zudem der Boden vor den Auswirkungen des Klimawandels geschützt.

Alles in allem ein besonderer Genuss!

Sabine Thierfelder

Juli 2023: T-Shirts

Menschen in Deutschland kaufen durchschnittlich pro Jahr 2,13 T-Shirts und geben dafür insgesamt 30,15 € aus. Leider stammen bisher die wenigsten dieser T-Shirts aus fairem Handel. Warum eigentlich? Meine geliebten fairen T-Shirts der dänischen Firma Neutral kosteten mich pro Stück 15 €. Der Preis ist also in diesem Fall kein Argument gegen den Fairen Handel.

Liegt es an der Qualität? Die T-Shirts sind alle aus 100 % Fair Trade Baumwolle. Für mich ist die damit verbundene Atmungsaktivität eine Pflichtbedingung für ein Kleidungsstück in der warmen Jahreszeit. Auch haben die T-Shirts bisher diverse Waschgänge überstanden, ohne ihre Form oder Farbe zu verlieren. Außerdem wurde der dicke Stoff unter Fair Trade zertifizierten Bedingungen gut verarbeitet. Das Herz unseres Durchschnittsdeutschen müsste jetzt höher schlagen, denn bei nur 2 neuen T-Shirts pro Jahr müssen die T-Shirts viele Waschgänge überleben.

Der Hersteller Neutral kennt den Durchschnittsdeutschen gut, denn er hat bis vor 15 Jahren noch konventionelle T-Shirts produziert. So weiß Neutral auch, dass ein zeitloses Design und die Beschränkung auf uni-farbige T-Shirts die Produktionskosten senken. Und unser Durchschnittsdeutscher muss sich nicht mehr länger fragen, ob das T-Shirt aus dem Vorjahr noch in Mode ist. Dem konsequent uni-farbigen Angebot ungeachtet, steht eine Palette von 29 Farben zur Auswahl. Aktuell besitze ich zwei T-Shirts in „dusty indigo“ blau und „military“ grün. Diesen Sommer sollen noch zwei hinzukommen in „bordeaux“ rot und „navy“ blau. Auf den kleinen Karton – ganz ohne Plastikhüllen – freue ich mich schon sehr.

Martin Knab

Juni 2023: Gartenhandschuhe

Beim Einkaufen im Fairhandelshaus Bayern in Amperpettenbach entdeckte ich GREEN&FAIR Gartenhandschuhe. Sie bestehen aus Bio-Baumwolle und aus Naturlatex.

Das Produkt trägt das GOTS-Siegel, das laut www.labelchecker.de gute ökologische Standards aufweist, aber bei den Sozialstandards eher mittelmäßig abschneidet. Trotzdem kann man auf der Website des Vertreibers www.fairtradecenter.info lesen:
Der Green&Fair Gartenhandschuh ist ein fair gehandeltes Produkt! Auf jedes Kilo Kautschuk wird eine FairTrade Prämie bezahlt, die in einen Sozialfonds zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Gummizapfer und ihrer Familien eingeht.“

Der Verein Fair Rubber hat das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Personen, die bei der Erzeugung von Gummi beteiligt sind, zu verbessern. Außerdem wird die umweltschonende Produktion von natürlichem Kautschuk unterstützt.
Ein Prinzip des fairen Handels besteht darin, dass die Arbeiter und Arbeiterinnen zusätzlich zum Verkaufspreis eine Prämie erhalten, die sie in Projekte ihrer Wahl investieren. Beispielsweise wurde die Fair Trade Prämie bei Gummizapfern in Sri Lanka für ein kommunales Wasserprojekt verwendet.

Da meine Gartenhandschuhe sich schon in einer Auflösungsphase befinden, habe ich die fairen Handschuhe gekauft. Ich hoffe, dass sie länger als meine bisherigen Gartenhandschuhe halten.

Updates:
Die Gartenhandschuhe sind auch im Eine-Welt-Laden St. Ulrich erhältlich.

Mittlerweile habe ich die Gartenhandschuhe in der Waschmaschine gewaschen und sie haben den Waschgang unbeschadet überstanden.

Sabine Thierfelder

Mai 2023: Fairphone

Nachdem ich alle alten Handys im Haushalt bis „Gehtnichtmehr“ verbraucht habe, musste ein neues Gerät her. Wenn aber ein neues, dann eins das ich immer schon ausprobieren wollte: Ein Fairphone.
Die Version 4 hat ganz gute Bewertungen und scheint sich vor anderen Marken nicht verstecken zu müssen. Her damit!

Die Fairphones werden so nachhaltig und fair produziert, wie das zu einem einigermaßen marktkompatiblen Preis möglich ist. Die Geräte werden aus Modulen gebaut, so dass man einzelne Bauteile ganz einfach austauschen kann. Der Rückdeckel besteht komplett aus Recycling-Kunststoff. Vierzehn, der in dem Gerät verbauten Materialien, stammen aus nachhaltigen und fairen Quellen, darunter zertifiziertes Gold, faires Wolfram aus Ruanda und Recycling-Zinn.
Die in Niederlanden ansässige Firma möchte elektroschrottneutral sein. Deswegen führt Fairphone für jedes verkaufte Gerät ein Smartphone oder entsprechende Menge Elektroschrott dem Recycling zu.

Und wie geht es mir mit dem neuen Gefährt? Kann sein, dass ich irgendwann zu den Gebrauchthandys zurückkehre. Im Moment genieße ich aber das neue und schicke Gerät und freue mich über qualitativ gute Fotos, einen starken Akku und das Gefühl, dass bei der Produktion keine ausbeuterische Arbeit und möglichst geringe Ökoschäden in Kauf genommen wurden. Sehr empfehlenswert!

Jolanta Wrobel

April 2023

Das Lieblingsprodukt muss so kurz vor den Osterfeiertagen natürlich etwas Österliches sein!

Bei einem Discounter habe ich diese hübschen „Confiserie Schokotaler“ mit Häschenmotiv aus Mürbteig entdeckt. Bei den zu Hause herbeigerufenen Profi-Testern (meinen Teenagerkindern…) lautete das Urteil: Optisch süß und lecker!

Wie so oft, ist auch hier das Discounterprodukt nicht hundertprozentig Fair Trade, lediglich der verwendete Kakao kann hier mit einer Zertifizierung punkten. Trotzdem, ich freue mich immer, wenn ich irgendwo zumindest Produkte auf dem Weg zu Fair Trade entdecke…- jeder Weg beginnt ja bekanntlich mit einem ersten Schritt. Und ich finde es prima, dass auch die Discounter inzwischen gemerkt haben, dass sich mit fair gehandelten Produkten doch auch viele Interessenten ansprechen lassen. Da ist noch sehr viel Luft nach oben, aber immerhin, ein Anfang ist gemacht und je mehr die Menschen überall auf fair gehandelte (oder zumindest teilweise fair gehandelte) Produkte stoßen, umso mehr werden sich auch von der Idee des fairen Handels überzeugen lassen. Besonders, wenn das Produkt erschwinglich ist, schmeckt und sich auf dem Osterteller gut macht, so wie die hübschen Häschen im Beispiel. Um es gleich dazu zu sagen: Die von mir gekauften werden es nicht auf den Osterteller schaffen, die sind bereits verputzt…

Das macht aber nichts, denn wir backen selber. Wem das so nicht reicht, wer Zeit und Lust zu backen hat, der kann mittels eigenem Mürbteig, – aus fairem Zucker, fairem Kakao für den dunklen Mürbteig und regionalen Zutaten – den Anteil an Fair Trade ganz wesentlich erhöhen!

Sandra Nägele

März 2023: Jasmintee

Jasmintee gibt es schon seit einigen hundert Jahren; seine Ursprünge gehen auf die chinesische Song-Dynastie (960 – 1279) zurück. Damals versuchte man, durchschnittliche Tees durch die Zugabe von stark duftenden Jasminblüten zu verfeinern. Heutzutage gilt Jasmintee als besonders hochwertige Teemischung, die in verschiedenen Qualitäten angeboten wird (die teuersten erzielen gar Kilopreise zwischen 800 € und 10.000 €). Die Basis ist meist ein charaktervoller Grüntee, dem man über Nacht frische Blüten beimischt. Nachdem diese ihr Aroma an die Teeblätter abgegeben haben, werden sie aufwändig wieder ausgelesen.

Ich habe Jasmintee schon vor langer Zeit im China-Restaurant als für mich idealen Begleiter zum Essen schätzen gelernt. Er war für mich immer das passendste Getränk zu asiatischem Essen, denn er harmoniert in Duft und Geschmack sehr gut mit den Speisen und ist zudem noch magenfreundlich. Seit ich den „Jasmin Grüntee“ von GEPA entdeckt habe, gibt es den auch bei mir zu Hause des Öfteren, z. B. zum Frühstück, denn er hat durch seinen Koffeingehalt eine anregende Wirkung. Er kann aber auch eine beruhigende Wirkung haben, wenn man ihn kürzer ziehen lässt.
Auf jeden Fall hat er eine Reihe positiver gesundheitlicher Wirkungen, enthält er doch hohe Anteile der Vitamine C, A und B sowie etliche Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Magnesium, Kupfer u. a.
Polyphenole und Fluoride senken das Risiko für Karies. In einer japanischen Langzeitstudie wurde festgestellt, dass Grüntee positive kardiovaskuläre Eigenschaften hat. Auch soll er den Fettaufbau verhindern oder zumindest deutlich verringern, weshalb er gerne zu deftigen Speisen getrunken wird.

Zu den gesundheitlichen Vorteilen des Grüntees kommt bei Jasmintee der wunderbare blumig-frische Duft, der Sinne und Seele erfreut und so zur Entspannung, z. B. nach einem stressigen Arbeitstag, beitragen kann.

Bleibt zu erwähnen, dass der Kauf eines solchen fair gehandelten Produktes auch noch ein gutes Gefühl vermittelt. Konventioneller Teeanbau geschieht nämlich überwiegend unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen. Teepflücken ist eine körperlich sehr anstrengende Tätigkeit, die in der Regel von Frauen ausgeführt wird. Die Plantagen liegen oft an steilen Hängen, der Arbeitstag ist sehr lang und der Lohn niedrig. Mit dem Kauf eines Fair-Trade-Produktes helfen Sie grundsätzlich, die Arbeits- und Lebensbedingungen der in der Teeproduktion tätigen Menschen zu verbessern. Zudem unterstützen Sie den ökologischen Anbau.

Für Eilige bietet GEPA den Jasmintee in Teebeuteln an. Es gibt ihn aber auch lose in einer wunderschönen Packung aus handgeschöpftem Recyclingpapier.
Damit das zarte Aroma und der angenehme Duft erhalten bleiben, ist zu beachten, dass der Tee – wie alle Grüntees – nicht mit kochendem, sondern mit leicht abgekühltem Wasser (70° C) übergossen wird. Er kann mehrfach aufgegossen werden – je hochwertiger der Tee, umso mehr Aufgüsse sind möglich.
(Quellen: GEPA, Wikipedia, Teelog)

Anita Karpa

Februar 2023: Agavendicksaft

Mein Produkt des Monats sollte in Maßen genossen werden, denn es ist ein Süßungsmittel und insgesamt auch nicht gesünder als Zucker oder Honig. Aber Pancakes oder Crêpes beträufelt mit, dunklen Agavensirup sind himmlisch gut!

Agavendicksaft wird aus den Blättern der Agavenpflanze gewonnen, die in Süd- und Mittelamerika, vor allem in Mexiko heimisch ist. Ritzt man die Blätter im Herz der Pflanze an, sondern diese einen süßen Saft ab. Dieser wird aufgefangen und durch Einkochen zu Sirup oder Dicksaft konzentriert. Je nachdem, wie stark der Sirup eingekocht wird, unterscheidet sich der Sirup in Farbe und Geschmack. Heller Agavensirup ist durchsichtig, bernsteinfarben und geschmacksneutral. Dunkler Agavensirup hat eine kräftige Karamellnote und sorgt für eine geschmackvolle Süße.

Agavendicksaft hat eine höhere Süßkraft als Zucker und mit 300 kcal/100g auch weniger Kalorien als Haushaltszucker (400 kcal/100g), so dass man bei Verwendung von Agavendicksaft Kalorien einsparen kann. Zudem gilt Agavensirup, im Gegensatz zu Honig, als veganes Süßungsmittel, ist dünnflüssiger als Honig und kristallisiert nicht aus. Er ist gut löslich – auch in kalten Getränken, Joghurt oder Müsli. Zum Backen ist er nicht unbedingt geeignet, da er durch seinen hohen Gehalt an Fructose (sogenannter Fruchtzucker) leicht bräunt. Durch seinen hohen Fruktosegehalt ist er für Personen mit Fruktoseunverträglichkeit zum Verzehr nicht zu empfehlen.

Auch wenn man keine „Gesundheitshymne“ auf den Agavensirup singen sollte, wir gönnen uns ab und zu diesen besonderen Genuss und Fairtrade-Qualität garantiert, dass die Bauern in den Anbauländern gerecht entlohnt werden.

Heike Köhler

 

Januar 2023: Einkaufstaschen

Nachdem Plastiktüten langsam (endlich!) unbeliebt werden, greifen immer mehr Menschen zu Papiertüten. Die sind aber eigentlich auch nicht unbedingt ökologischer.

Deswegen finde ich die alte, bewährte Lösung am besten: Eine Stofftasche! Faltbar, leicht, hunderte Male verwendbar und dadurch ökologisch vertretbar. Idealerweise natürlich auch fair produziert. Das bedeutet, dass die Personen, die die Baumwolle geerntet haben und die Menschen, die die Taschen genäht haben, nicht ausgebeutet wurden.

Inzwischen gibt es solche Taschen in allen Farben und Mustern. Oft mit einem Logo oder mit einem Slogan. Oder mit einem lustigen Motiv, dem ich beim Einkaufen nicht widerstehen konnte.

Jolanta Wrobel

 

Dezember 2022: Handyhülle

Viele Nutzer von Smartphones haben eine Schutzhülle. Ich benutze seit langem eine Fairtrade-Hülle aus Stoff. Der große Vorteil liegt darin, dass sie (hand-)waschbar ist und durch einen Gummizug einfach zu bedienen. Das Wichtigste für mich aber das kleine Fach mit Reißverschluss. Wenn ich möglichst wenig mitnehmen möchte, z.B. zum Lohhofer Volksfest, passt der Personalausweis, Geld und Schlüssel wunderbar in das Fach.

Fair gehandelte Handyhüllen erhält man online im Fairtrade Shop Contigo.

Jürgen Radtke

 

November 2022: Schokolade von fairafric

Wenn man Schokolade isst, ist das schlechte Gewissen meist schon vorprogrammiert. Ich beruhige meines mittlerweile damit, dass ich bei Schokolade aus Fairem Handel den Kakaobauern helfe, von ihrer Arbeit leben zu können. Aber ja, das meiste Geld, was ich für fair gehandelte Schokolade ausgebe, landet dann ja doch in Europa – dort findet schließlich die Verarbeitung statt, und dann noch Transport und Verpackung… Nur 5% meines Geldes landen bei den Kakaobauern in Lateinamerika oder Papua Neuguinea.

Warum eigentlich? Die Verarbeitung und damit die Wertschöpfung könnte ja schließlich auch im Hauptanbaugebiet – in Westafrika – stattfinden. Das dachte sich auch Hendrik Reimers. Er gründete fairafric, um Schokolade von der Kakaopflanze bis zur Verpackung in Ghana herzustellen. Und das durchaus erfolgreich – mittlerweile arbeitet fairafric mit 1500 Kakaobauern zusammen und stellt bis zu 4 Mio. Schokoladentafeln pro Monat in ihrer eigenen Produktionsstätte her. Der Beweis dafür, dass es funktionieren kann – trotz höherer Zölle beim Import von verarbeiteten Produkten, und den hohen europäischen Qualitätsstandards, die es zu erfüllen gilt. Und dann ist die Schokolade auch noch bio-zertifiziert. Wer mehr wissen möchte, sei die Website fairafric.com empfohlen.

Und wem jetzt so eine Schokoladentafel langweilig erscheint: Haben Sie schon mal Schokolade mit Kakaosplittern und Tigernuss probiert? Oder mit Baobab und Moringa? Oder Schokoladen-Drops? Natürlich gibt es auch eine 43% Vollmilchschokolade oder eine 80% Zartbitterschokolade. Auch Veganer oder Freunde des verpackungsfreien Einkaufs werden fündig im Online-Shop mit 30 verschiedenen Schokoprodukten

Einfacher zu bekommen und mit weniger Qual der Wahl, sind die Schokoladen auch im Unterschleißheimer Online-Shop „Eine-Welt-Laden St. Ulrich“. Außerdem findet man einige Sorten auch im Fairhandelshaus Bayern in Amperpettenbach.

Wenn jetzt so viele Afrikaner durch meinen Schokoladenkonsum von ihrer Arbeit leben können, dann habe ich sozusagen ein gutes Gewissen zum Quadrat.

Romy Knab

Oktober 2022: Pullover mit Farbverlauf von DW Shop

Nachdem es dieses Jahr so schnell sooo kalt wurde, habe ich gleich mal den Saisonwechsel im Kleiderschrank erledigt, die Sommersachen nach hinten, die Wintergarderobe nach vorn geräumt…Dabei ist mir dieser Pullover in die Hände gekommen, bei dem ich mich immer darauf freue ihn wieder anziehen zu können.
Bereits seit 1976 macht sich DW Shop für den fairen Handel stark und setzt dabei auf Mode und kunstgewerbliche Produkte, bei denen sich exotische und traditionelle Gestaltung mit europäischen Einflüssen mischt und ergänzt.
Es gibt viele Gründe, sich für Sachen aus dem DW Shop zu entscheiden. Da wäre zum Beispiel die exzellente Qualität der Produkte. Schlampige Verarbeitung und nach dem Waschen sich schief verziehende Fast Fashion Nähte gibt es hier nicht.
Man kann die Sachen jahrelang tragen, da sie im Design sehr zeitlos und keinen schnelllebigen Trends unterworfen sind. Dabei sind die Stücke stets besonders und nie Mainstream.
DW Mode entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten. Der faire Handel steht absolut an erster Stelle und DW Shop sieht sich vorrangig als Einrichtung für Entwicklungszusammenarbeit für Menschen in benachteiligten Ländern. Neben angemessenen Strukturen ist hier auch die Nachhaltigkeit wichtig, ebenso gesunde Produktionsbedingungen, Gleichberechtigung und auch Rücksicht auf die Umwelt. Es gibt hier nicht das gleiche Produkt in 20 verschiedenen Farben und dies dann im 5er Pack, denn DW Shop setzt auf Klasse statt Masse und kreiert daher qualitativ hochwertige, zeitlose Stücke, mit denen man nicht nur sich selbst einen Gefallen tut, sondern mit deren Erwerb man darüber hinaus auch dazu beiträgt, den fairen Handel wieder ein Stück nach vorne zu bringen und immer mehr Familien in die Lage zu versetzen, mit ihrer Hände Arbeit das Auskommen zu sichern. Neben der wirtschaftlichen Existenz ist dies auch eine Frage der Würde.

Braucht dieser Pullover noch mehr Argumente? Achja, …er ist auch einfach schön!

Sandra Nägele

September 2022: Die „Gute Schokolade“

Ein Onkel, der Gutes mitbringt,
ist besser als eine Tante,
die bloß Klavier spielt.

(Wilhelm Busch)

Bei uns ist es genau umgekehrt, mein Mann spielt Klavier (sehr gut übrigens) und ich bin die Tante, die ihren Neffen Gutes mitbringt! Um genau zu sein: Mein Lieblingsmitbringsel für meine Neffen ist eine Tafel oder auch mehrere von der Sorte „Die Gute Schokolade“ von Plant-for-the-Planet.

   

Die schmeckt nicht nur ganz toll, man tut mit dem Kauf der Schokolade auch viel Gutes. Sie enthält Kakao und Zucker aus fairem Handel, sie enthält keine billigen und ungesunden Fette, sondern Kakaobutter und überdies verzichten Hersteller und Händler auf ihren Gewinn und spenden diesen an Plant-for-the-Planet! Für jeweils fünf verkaufte Tafeln pflanzt die Organisation garantiert einen Baum. Eine Riesensache, finde ich. Die Aufteilung der Tafeln sowie die Verpackung ist ganz ungewöhnlich gestaltet und so kann man, wenn man will, durch diese Aufteilung und Gestaltung viel über fairen Handel lernen. Über den Code auf der Verpackung kann man selbst virtuell in einem Wald einen Baum pflanzen.

Ob man sich nun wie mein Neffe Len nach einem fordernden Fußballtraining damit stärkt, oder wie mein Neffe Nils noch schnell eine Tafel auf dem Weg zur langen Orchesterprobe einpackt…sie schmeckt zu jedem Anlass unfassbar lecker, denn sie ist, Originalton Len, einfach „die beste Schokolade, die ich kenn!“

Die „Gute Schokolade“ erhält man beim Online-Shop von Plant-for-the-Planet, in ausgewählten Supermärkten und im Eine-Weltladen St. Ulrich.

Sandra Nägele

August 2022: Eis von „Ben & Jerry’s“

Ich kenne in Unterschleißheim keine Eisdiele, die auf eine faire Beschaffung der Zutaten bei der Produktion der begehrten Sommersüßigkeit achtet. So bleibt dem bewussten Konsumenten in unserer Stadt nur der Gang zum Supermarkt oder zur Tankstelle, um dort das Eis der Firma „Ben & Jerry’s“ zu kaufen.Es ist nicht die einzige (es gibt z.B. noch Eis von „Gilso Rachelli“ oder „healthy planet“), aber die bekannteste und sortenreichste faire Eis-Marke.

„Ben & Jerry’s“ schreibt selbst zu dem Eis: „Unsere Zutaten unterstützen positive Veränderungen und machen unsere Eiscreme zu einem sensationellen Geschmackserlebnis!“. Dem stimme ich voll zu. Bei der Sorte „Strawberry Cheesecake“ (mit echten Erdbeerstücken!) werde ich ganz schwach. Auch „Chocolate Fudge Brownie“ oder „Salted Caramel Brownie“ lassen mich nicht kalt. Besonders an heißen Sommertagen. Bei allen Sorten werden Kakao, Zucker Vanille nur aus fairem Handel eingesetzt. So kann man mit ruhigem Gewissen schlemmen. Guten Appetit für den Rest des Sommers!

Jolanta Wrobel


Juli 2022: Sneaker von Veja

Wenn der Blick aufs Thermometer den Sommer anzeigt, dann ist es Zeit für meine Veja Schuhe oder neudeutsch Sneaker.
Ihr Obermaterial besteht größtenteils aus fair-gehandelter Bio-Baumwolle und ist somit atmungsaktiv. Außerdem läuft es sich angenehm in ihnen, denn sie sind insgesamt sehr leicht konstruiert. Wer jetzt denkt, ein Veja-Schuh sei nach drei Monaten hinüber, dem kann ich versichern, dass mein erstes Paar drei Sommer à drei Monaten intensiver Nutzung durchgehalten hat.

Die französische Firma Veja gibt es seit 2004 und offenbar hat sie bei der Konstruktion noch dazugelernt, denn das zweite Paar (siehe Bild) befindet sich gerade in seiner vierten Saison. An Stellen, wie der Kappe und der Spitze, wo es auf Festigkeit ankommt, setzt Veja Leder ein, das vegetarisch gegerbt ist. Das war für mich als Allergiker das ursprüngliche Kaufargument. Die Veja-Schuhe auf dem Bild haben von Haus aus übrigens eine Sohle aus Naturkautschuk eingebaut, für den die Bauern ebenfalls fair entlohnt werden.
Allerdings ist der Abrieb dieser Sohlen sehr hoch, sodass es ehrlicherweise ratsam ist, schon kurz nach dem Kauf eine konventionelle Kunststoffsohle darunter kleben zu lassen. Es gibt übrigens heutzutage auch noch Produkte, die nicht teuer werden. Trotz ethisch vertretbarer Produktionsbedingungen in Brasilien kosten die Schuhe seit 8 Jahren gleichviel (ca. 90 Euro).

Martin Knab

Juni 2022: Tartufi Schokoladentrüffel

Wenn man sich zum fair gehandelten Tee oder Kaffee einen besonderen Leckerbissen gönnen möchte, dann empfehle ich Tartufi – handgemachte Schokoladentrüffel nach italienischer Rezeptur. Es gibt sie in verschiedenen Sorten, z.B. Vollmilch, Espresso, Kokos. Seit kurzem sind einige Sorten auch in der Bio-Variante verfügbar. Am besten schmeckt mir die Variante „Edelbitter“. 

Kakao, Rohrzucker und Vanille stammen selbstverständlich aus fairem Handel. Aus den Zutaten werden in der Sozialkooperative Libero Mondo in Italien. Ein Großteil der gut 25 Mitarbeiter, die in aufwändiger Handarbeit aus fair gehandelten Zutaten köstliche Spezialitäten des Piemonts herstellen, haben aufgrund körperlicher und anderer Beeinträchtigungen auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt kaum eine Chance. Durch den Kauf unterstützt man sowohl benachteiligte Menschen im „Globalen Süden“ als auch in Europa.

Vertrieben werden die edlen Trüffel von der Genossenschaft WeltPartner (früher: DWP). Kaufen kann man Tartufi im Eine-Welt-Laden St. Ulrich oder im Fairhandelshaus in Amperpettenbach

Die Tartufi in der 125g-Packung eigenen sich hervorragend als kleines Geschenk.

Sabine Thierfelder

April 2022: Osterhasen

Ostern steht vor der Türe. Das Fair Trade Team Unterschleißheim empfiehlt beim Kauf, auf fair gehandelte Osterhasen zu achten. Warum? Noch immer leben die meisten Kakaobauern unter der Armutsgrenze. Zudem arbeiten viele Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen. Mehr Infos erhalten Sie bei der INKOTA-Osteraktion 2022.

Der Osterhasenmann und die Osterhasenfrau von der GEPA sehen nicht nur fesch aus, sondern werden fair in Bio-Qualität hergestellt. Der Kakao, der Vollrohrzucker und die Vanille stammen von Kleinbauern aus Sao Tome, Paraguay und der Dominikanischen Republik. Sie erhalten existenzsichernde Preise.

Erstaunlich ist, dass diese Vollmilchschokolade-Osterhasen ein silbernes Fell haben. Das liegt daran, dass ein bekannter Schokoladen-Produzent aus der Schweiz es geschafft hat, sich die Rechte an goldenen Osterhasen zu sichern.

Fair gehandelte Osterhasen können Sie im Fairhandelshaus in Amperpettenbach und beim Shop des Eine-Weltladen St. Ulrich erwerben.

Ein frohes Osterfest wünscht
Sabine Thierfelder

 

 

 

März 2022: Doblitos – die besten Kekse der Welt

Eine Woche ohne, geht gerade problemlos. Zwei, drei Wochen ohne, schon schwieriger. Ab der vierten Woche werde ich von den Entzugserscheinungen heimgesucht. Nein, es geht nicht um Drogen. Es geht um die besten Kekse auf der ganzen Welt, die Doblito-Kekse.
Sehen ein bisschen wie Prinzenrollen aus, sind aber kleiner und eine Packung mit 6 Stück ist genau die Menge, die man ohne schlechtes Gewissen auf einmal essen kann.

Das Besondere: Neben Weizenmehl wird auch Quinua-Mehl als Zutat verwendet. Das macht die Kekse sehr delikat und locker. Der Kakao aus fairem Handel wird entweder zum Kekse-Teig (Sorte Milchcreme) oder zu der Füllung (Sorte Kakaocreme) dazu gemischt. Paranüsse, Honig und Bourbon-Vanille kann man ganz gut rausschmecken. Ein ganz edles Produkt also. Und, obwohl weniger süß als anderes Gebäck, lecker noch dazu.

Bei der Arbeit im Büro dürfen die Doblitos bei mir auf keinen Fall fehlen. Sonst sinkt meine Produktivität drastisch ab 🙂

Jolanta Wrobel

Februar 2022: Nachthemd – Sternenhimmel zum Einschlafen

Dieses Weihnachtsgeschenk hat mich besonders gefreut. Zugegeben: ein Nachthemd unter dem Baum ist nicht gerade die Spitze der Originalität. Aber der Schenkende hat sich dabei wichtige Gedanken gemacht. Das Nachthemd wird von der Fair Trade Firma gepa vertrieben, die seit über 40 Jahren ganz hohe Standards für soziale Kriterien stellt. Es wurde von einem Handelspartner, dem Familienunternehmen Rajlakshmi (Fairtrade und GOTS zertifiziert) in Indien hergestellt. Selbstverständlich aus Bio-Baumwolle. Kuschelig und warm. Um einen Stoffbeutel zum Einpacken – z.B. für eine Reise – ergänzt.
Als Stoffmuster: Der Sternenhimmel. Damit das Einschlafen und Träumen auch besonders schön ist. Bei mir funktioniert das….

Jolanta Wrobel

 

 

Januar 2022: Cookies – Bio Honig Cashew

Wer gerne zum Tee, Kaffee oder Kakao ein Stück Keks essen will, dem empfehle ich die Cookies – Bio Honig Cashew der Fair Trade Company GEPA.
Die Cookies nicht nur köstlich, sondern fast alle Zutaten stammen aus ökologischem Anbau. Zudem sind die Cashew-Kerne, der Rohrzucker und der Honig der Kekse unter fairen Bedingungen hergestellt worden.
Die Cashewkerne kommen aus Honduras, der Rohrzucker aus Paraguay und der Honig aus Mexiko.
Manche werden jetzt fragen, warum man Honig importieren muss, wenn es doch in unserer Gegend Honig gibt. Laut Bienenjournal ist die Nachfrage in Deutschland so hoch, dass durch einheimischen Honig nur ein Viertel des Bedarfs gedeckt werden kann.
Auf der Verpackung steht, dass 54% der Zutaten fair produziert wurden. Das liegt daran, dass die Hauptzutat Dinkelmehl ist.
Die Cookies sind nicht übermäßig süß, was man auch daran erkennt, dass der Zuckeranteil nur 25% beträgt.
Die Cookies erhält man in ausgewählten Supermärkten in Unterschleißheim, im Fairhandelshaus in Amperpettenbach und natürlich auch im Eine-Welt-Laden in St. Ulrich.
Lassen Sie sich das zartmürbe Dinkelgebäck mit einem Hauch von Cashew und Honig schmecken.

Sabine Thierfelder

Dezember 2021: Solino Kaffee

„Äthiopien ist der größte Rohkaffeeproduzent Afrikas“, sagt der Unternehmer Felix Ahlers. „Wirklich Geld wird mit dem Kaffee aber erst durch die Weiterverarbeitung verdient.“ Das gelingt, wenn die Wertschöpfung bis zum Endprodukt in Äthiopien bleibt.
Der Hamburger Unternehmer leitet hauptberuflich ein große Firma im Tiefkühlkostbereich. Sein Herzensprojekt ist aber die Rösterei in Addis Abeba, in der Kaffee hergestellt wird, der in Deutschland verkauft wird. Davon profitieren nicht nur die Kaffeebauern und -bäuerinnen, sondern auch Personen, die die Kaffeebohnen sortieren, rösten, einpacken oder die Etiketten für die Kaffeetüten gestalten und drucken. Seit mehr als zehn Jahren treibt Ahlers das Projekt voran. Er hat die Anschubfinanzierung geleistet, Maschinen zur Verfügung gestellt, die Mitarbeiter:innen fortbilden lassen und sich um Genehmigungen bei Behörden gekümmert.

 

Greenpeace meint über Solino: „Erstmals kommt ein erstklassiger Arabica-Hochland-Kaffee auf den Markt, der den Fair-Trade-Gedanken konsequent weitertreibt: Die Bohnen werden in Äthiopien nicht nur geerntet, sondern auch weiterverarbeitet.
Seit einigen Monaten trinke ich regelmäßig Solino Espresso und Solino Crema. Mir schmecken beide Sorten sehr gut.
Scannt man den QR-Code auf der Verpackung, erfährt man mehr über die Personen, die an der Herstellung des Kaffees beteiligt waren.
Solino Kaffee erhält man direkt über Solino, im Online-Handel oder bei gut sortierten Edeka- oder REWE-Märkten.

Sabine Thierfelder

 

November 2021: Kokosraspeln

Mein Produkt des Monats sind die Kokos-Raspeln. Es gibt keinen Morgen, an dem ich sie nicht über mein Haferflocken-Bananen-Müsli streue. Allein der Geruch erinnert an schöne tropische Strände. Spätestens wenn ich beim ersten Löffel die Augen schließe, ist es kein Problem mehr, von den Seychellen zu träumen. Ganz egal wie trübe und kalt das Wetter draußen sein mag. Der kommende Arbeitstag ist in diesem Moment vergessen.

Übrigens findet man die Bio Kokosraspeln von „El Puente“ im Eine-Welt-Laden St. Ulrich.

Martin Knab

 

 

 

Oktober 2021: Ethiquable Vollrohrzucker

Ethiquable Vollrohrzucker – der etwas andere Zucker. Schon beim Öffnen der Packung kommt einem der leicht herbe Duft dieses äußerst aromatischen Zuckers in die Nase. Die dunkelbraune Farbe unterstreicht den kräftigen Geschmack von Vanille und einem Hauch von Lakritze. Wenn man ihn dann aus der Packung rieseln lässt, hat man das Gefühl, dass er „wandert“ (nicht wundern, sondern ausprobieren! :-)), was an seiner feinkörnigen Struktur liegt. Ich verwende ihn am Liebsten für Quarkspeisen mit frischem Obst – aber er gibt jeder süßen Versuchung einen etwas vanilligen, cremig-karamelligen Geschmack. Und auch der bei uns sehr beliebte Zwetschgendatschi bekommt dadurch eine ganz besonders feine Note.

Der Zucker kommt nicht nur aus den Anden, sondern wird vollständig in Peru hergestellt. Er stammt aus der Sierra de Piura, in der ursprünglich der Kaffeeanbau typisch war. Dort wird er in kleinen handwerklichen Betrieben, nach alter lokaler Zuckerrohrtradition, auf natürliche Weise und ohne Raffination hergestellt. Die Bauern selbst verarbeiten ihr Zuckerrohr zu Vollrohrzucker. Die Verpackungen werden ebenfalls in Peru gefertigt und der Zucker wird auch vor Ort abgefüllt, was eine möglichst hohe Wertschöpfung in den Händen der Produzenten zur Folge hat. Dadurch ist es gelungen die Lebensbedingungen in dieser benachteiligten Region nachhaltig zu verbessern und der ausgeprägten Landflucht in Piura und Umgebung erfolgreich entgegenzuwirken. Eine echte Erfolgsgeschichte durch den Einsatz der Kooperative NORANDINO https://www.peru-vision.com/de/suchen/suchen-nur-in-adressen/item/cooperativa-agraria-norandino.html und die nachhaltige Unterstützung von Ethiquable https://www.ethiquable.de/.

Fair gehandelt, aus kontrolliert biologischem Anbau und komplett vor Ort gefertigt mit hohem Eisengehalt und genau einer einzigen Zutat – Zuckerrohr aus Peru – ist dieses Produkt für mich ein echter Knüller. Davon profitiere nicht nur ich und meine Küche, sondern vor allem auch die Menschen, die für die Herstellung gearbeitet haben.

Gabi Stollmann

 

September 2021: Knusper Mais Kracher

Schon seit der Kindheit hatte ich immer eine Schüssel mit Süßkram im Haus. Das Bedürfnis ab und zu etwas zu naschen ist geblieben, obwohl mit den Jahren die Erkenntnis kam, dass es nicht so gesund ist.

Die Knusper Mais Kracher liebe ich so, weil sie mein Bedürfnis nach dem kleinen Snack zwischendurch erfüllen. Dabei haben sie super wenig Zucker und weit weniger Fett als Chips. Ideal für Fitness-Sportler und bei Glutenintoleranz.

Ich werde es auch in diesen Sommer und Herbst wieder krachen lassen.

Martin Knab

 

 

 

 

 

August 2021: Reisekissen

Eine junge Reisebloggerin hat einmal geschrieben, dass selbst lange und unbequeme Reisen problemlos wären, wenn man fünf Dinge besäße. Eines davon war ein Reisekissen. Dies war mein erster Gedanke, als ich dieses Kissen in einem Weltladen in La Rochelle an der französischen Atlantikküste sah. Mit der Aussicht auf knapp 1.500 Km Rückfahrt, musste ich das einfach ausprobieren. Zwei Jahre und etliche Reisen später kann ich nur sagen, die Frau hat recht. Ich kann jetzt auf meinen Reisen richtig gut relaxen und schön gestaltet ist das kleine Kissen noch dazu.

Martin Knab

Juli 2021: Kokosmilch

Zu meinen Standardrezepten für den Alltag gehört unter anderem eine asiatische Kokossuppe, die schnell und leicht gemacht ist und die einfach zu jeder Jahreszeit und Gelegenheit schmeckt.
Zu den Zutaten gehört unter anderem Kokosmilch, und deshalb stieß ich im Supermarkt auf diese Kokosmilch von „fairtrade ORIGINAL“.
Zu meinem Erstaunen ist sie nicht nur mit dem Fair Trade Siegel  zertifiziert und mit Biosiegel versehen, zudem ist sie auch noch etwas günstiger als die vergleichbaren Produkte.

Der Hersteller „fairtrade ORIGINAL“ ist eine niederländische Firma, die auch einen Web Shop betreibt. Als einzige Non-Profit- Marke im niederländischen Lebensmitteleinzelhandel arbeitet „fairtrade ORIGINAL“ eng mit LandwirtInnen und ErzeugerInnen in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen.
Durch die Entwicklung lokaler Vertriebsketten wollen sie faire Lebensmittel und Getränke für jeden zugänglich machen und den größtmöglichen Impact für ihre PartnerInnen im Ursprung generieren. Zudem ist ihnen die 100 %ig biologische Herstellung wichtig, Die Kokospalmen für diese Milch erhält eine Mischung aus Reisstroh und Blättern als Dünger. Die Fabrik, in der aus den Kokosnüssen dann sahnige Kokosmilch gepresst wird, ist ganz nahegelegen. So bleiben zumindest bei der Herstellung die Transportwege kurz.
Auch geschmacklich konnte das Produkt überzeugen, die Konsistenz ist okay und es ist kein Zucker zugesetzt, was sonst bei Kokosmilch teilweise üblich ist. Der natürliche Zuckeranteil hält sich damit mit 1,0g auf 400ml in akzeptablem Rahmen.
So kann ich das Produkt auf jeden Fall empfehlen und werde auch gerne bei Gelegenheit im Web Shop stöbern.

Sandra Nägele

 

Juni 2021: Za’atar Gewürzmischung

Za’atar, auch Zaatar, Za’tar, Zatar, Zahtar oder Satar, ist eine traditionelle Gewürzmischung aus der arabischen, nordafrikanischen und türkischen Küche. Za’atar ist der arabische Name für Wilden Thymian, der die Hauptzutat darstellt. Darüber hinaus enthält der Mix grundsätzlich gerösteten Sesam, Gewürzsumach und Meersalz. Der Sesam verleiht dem Ganzen eine nussige Note, der Sumach eine leicht fruchtige Frische. Je nach Hersteller und Landstrich können weitere Zutaten dazukommen, z. B. Koriander, Anis, Fenchel. Die von WeltPartner vertriebene, fair gehandelte Mischung aus Palästina (s. u.) enthält neben den vier traditionellen Grundzutaten auch Ölivenöl.

Za’atar ist in der Küche vielseitig verwendbar. Man kann es mit Olivenöl vermischt als Dip zu Fladenbrot reichen oder – wenn man selber backt – den Brotteig vor dem Backen mit der Olivenöl-Gewürzmischung bestreichen. Es passt zu Fleisch- und Fischgerichten ebenso wie zu (Röst-)Gemüse, als Topping für Suppen und Salate, ist lecker in Joghurt- und Frischkäse-Dips … Seine Vielseitigkeit zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Za‘atar in orientalischen Ländern gerne als Tischgewürz verwendet wird.

Ein Tipp für alle, die es deftig mögen: Verdauungsfördernde Eigenschaften von Thymian und Sumach machen gehaltvolle Speisen bekömmlicher.

Anita Karpa

 

Mai 2021: Holunderbeere Balsamico

Holunderbeere Balsamico

Frühling und Sommer verwöhnen uns mit wundervoll frischen Salaten. Mit dem aromatischen Holunderbeere Balsamico des Biohofs Kreitmair bekommen diese eine besonders fruchtige Note.
Der Balsamico passt aber nicht nur zu Blattsalaten aller Art oder Tomatensalat, er rundet auch Soßen raffiniert ab, verleiht Gemüsegerichten, Suppen und Eintöpfen eine pikante Würze, gibt Marinaden für Antipasti oder Grillfleisch aromatischen Pfiff – und ist ein schönes Geschenk.

Der Biohof Kreitmair liegt im Herzen der Hallertau und hat sich auf die Beerenproduktion, insbesondere die der Holunderbeere spezialisiert. Er produziert nach den strengen Bioland-Richtlinien, die weit über den gesetzlichen Mindeststandard hinausgehen und führt das EU-Bio-Siegel. Somit stammen auch die nicht selbst produzierten Ingredienzen in diesem Balsamico – Aceto Balsamico di Modena IGP, Zucker, Zimt, Piment und Nelken – aus ökologischem Landbau.

Den Holunderbeere Balsamico gibt es im FAIR Handelshaus in Amperpettenbach. Er kann natürlich auch über unseren Online-Shop bezogen werden: shop.st-ulrich-ush.de

Anita Karpa

 

April 2021: Computermaus

Wenn man für seinen PC oder Laptop eine neue Computermaus benötigt, sollte sich die Angebote von www.nager-it.de ansehen. Seit 2009 bemüht sich der Verein NAGER IT e.V. mit Sitz in Weilheim um die Herstellung einer möglichst fairen Computermaus. Das ist schwieriger, als man denkt, da eine Computermaus aus sehr vielen Bauteilen besteht, die in verschiedenen Ländern hergestellt werden.

Es ist derzeit fast unmöglich, eine Maus vollkommen fair zu produzieren, aber seit 2012 werden über NAGER IT die derzeit fairsten Mäuse der Welt vertrieben. Mittlerweile kommen 70% der Bauteile aus Betrieben mit sehr guten Arbeitsbedingungen (u.a. Widerstände, Kondensatoren, Leiterplatte, Füße, Gehäuse, Lötdraht). Auch die Vormaterialien kommen zu einem Teil bereits aus fairer Produktion. Das Gehäuse wird nicht wie üblich aus Erdöl, sondern aus Zuckerrohr gefertigt. Das Scrollrad wird aus regionalem Holz in einer fränkischen Werkstatt hergestellt. In einer Integrationswerkstatt in Regensburg werden die Leiterplatten bestückt und die Endmontage durchgeführt.

Der Preis einer Maus von NAGER IT ist erheblich höher als einer aus konventioneller Produktion. Dafür werden bei der Herstellung nicht nur großteils faire Standards eingehalten, sondern auch klimaschonende und regionale Aspekte berücksichtigt.
Kaufen kann man die fairen Computermäuse in gut sortierten Eine-Welt-Läden oder im Versandhandel, z.B. bei www.memo.de, www.fairfox.shop oder www.fairmondo.de.

Sabine Thierfelder

 

März 2021: Gewürze

Klein in der Menge, in der Wirkung nicht zu überschätzen. Wenigstens was den Geschmack der Speisen angeht. Gewürze. Oft aus den Gegenden „wo der Pfeffer wächst“. Leider noch viel zu selten über den fairen Handel – obwohl aus den so genannten Ländern des globalen Südens – importiert.

Viele Kleinbauern-Familien, die vom Anbau von Kräutern und Gewürzen leben, leiden unter schwankenden Weltmarktpreisen. Zudem liegt der Marktpreis häufig sogar unter den Produktionskosten. Fair-zertifizierte Kräuter und Gewürze ermöglichen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern den Verkauf ihrer Produkte zu garantierten Preisen. So können die Familien ihre Zukunft und die ihrer Kinder nachhaltig verbessern.
Wenn Sie sich für Kräuter und Gewürze aus dem fairen Handel entscheiden, können Sie mit ruhigem Gewissen Mischungen wie „Cape Garden“ (u.a. Koriander), „Bushman“ (Salz mit Meeresalgen), „Rainbow“ (bunte Pfefferkörner) oder „Zulu Chili“ genießen. Mein persönlicher Favorit ist allerdings der „Orangen-Pfeffer“. Diese Mischung macht jeden Salat zu einem einmaligen Erlebnis!

Jolanta Wrobel

Februar 2021: Maniok Chips

Manchmal dürfen es auch Chips sein! Nicht allzu oft und immer mit ein wenig schlechtem Gewissen – weil nicht gerade gesund. Aber es gibt Gelegenheiten, da gehören sie als leckere kleine Knabberei einfach dazu, z. B. an Fasching.
Beim Stöbern im Fairen Handel bin ich auf eine exotische Alternative zu den konventionellen Kartoffel-Chips gestoßen: Maniok-Chips.

Maniok? Das sagte mir erst mal gar nichts. Jetzt weiß ich, das sind die Wurzeln des Cassavestrauchs, einer Pflanze, die mehr als 500 Millionen Menschen in Indien, Asien, der Karibik, Lateinamerika und Afrika als Grundnahrungsmittel dient. Man bezeichnet die Maniokknolle auch als Kartoffel der Tropen, denn sie ist wichtiger Stärke- und Kohlenhydratlieferant, enthält zahlreiche Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine. Da sie schnell verdirbt, ist sie in unseren Breitengraden selten zu finden. In rohem Zustand ist sie giftig; allerdings wird die enthaltene Blausäure durch Erhitzen zerstört und die Wurzel kann bedenkenlos verzehrt werden. Zu Mehl verarbeitet, ist sie interessant für Personen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Maniokmehl kann glutenhaltiges Mehl oft eins zu eins ersetzen.

Quelle: https://www.el-puente.de/blog/maniok-chips-ab-jetzt-in-sechs-leckeren-sorten/
mit freundlicher Genehmigung von El Puente – Die Fair Trade Pioniere

Aber zurück zu den Chips: Maniok-Chips von EL PUENTE stammen aus fairem Handel, werden vollständig in Indonesien gefertigt und stellen eine wichtige Einnahmequelle für die dortigen Kleinbauern dar. Auch die Umwelt hat durch das Fairtrade-Engagement profitiert: zum einen durch die sukzessive Umstellung auf biologischen Anbau, zum anderen, weil die traditionelle Verarbeitung von Palmöl auf Kokosöl umgestellt werden konnte.
Es gibt die Chips in den Sorten Sea Salt, Sea Salt & Pepper, Rosemary, Barbecue, Sour Cream, Sweet Chili und Paprika. Alle Sorten sind in Bio-Qualität zu haben.
Die Sea-Salt-Variante finde ich persönlich ein bisschen langweilig, aber die kräftigeren Würzmischungen sind richtig lecker.

Es wäre natürlich schön, wenn Maniok-Chips weniger kalorien- und fetthaltig wären als herkömmliche Kartoffel-Chips, aber das ist leider nicht der Fall. Etwas gesünder ist aber – im Vergleich zu dem ansonsten üblichen Sonnenblumenöl – das hochwertige Kokosöl. Und sie kommen aus Fairem Handel – das verbindet die kleine Ernährungssünde mit einer guten Tat und führt zu etwas weniger schlechtem Gewissen.

Anita Karpa

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Januar 2021: Faire Blumen

Blumen im Winter? Muss das sein? Natürlich nicht. Trotzdem werden Blumen auch im Winter eingekauft. Wenn man sich mit diesem Produkt aber auseinander setzt, stellt man fest, es ist möglich die Blumen, vor allem Rosen, nachhaltig ganzes Jahr einzukaufen.

Die Rosen von fairen Plantagen, meistens in Kenia oder Ecuador, werden oft biologisch angebaut und erfüllen soziale Arbeitsstandards. Außerdem werden die Blumen sehr oft mit Passagier-Flugzeugen befördert um keine zusätzlichen Flüge zu verursachen.

Die Blumenliebhaber können sich also an der Blütenpracht mit ruhigem Gewissen erfreuen, wenn Sie die Siegel beachten oder seinen Blumenverkäufer nach den Produktionsbedingungen fragen. Inzwischen bieten falls alle Discounter faire Rosen an. In kleinen Blumenläden soll man gezielt nach den fairen Pflanzen fragen, da sie oft nicht extra ausgeschildert sind. Seit ein paar Jahren bieten die großen Supermärkte vor Weihnachten Weihnachtssterne aus gerechtem Handel an.

Jolanta Wrobel