Lieblingsprodukte

Mein faires Produkt des Monats

Unter dieser Rubrik stellen Mitglieder des Fair Trade Teams und Fairtrade-Begeisterte aus Unterschleißheim monatlich ihre Lieblingsprodukte aus dem Fairen Handel vor.

Juli 2021: Kokosmilch

Zu meinen Standardrezepten für den Alltag gehört unter anderem eine asiatische Kokossuppe, die schnell und leicht gemacht ist und die einfach zu jeder Jahreszeit und Gelegenheit schmeckt.
Zu den Zutaten gehört unter anderem Kokosmilch, und deshalb stieß ich im Supermarkt auf diese Kokosmilch von „fairtrade ORIGINAL“.
Zu meinem Erstaunen ist sie nicht nur mit dem Fair Trade Siegel  zertifiziert und mit Biosiegel versehen, zudem ist sie auch noch etwas günstiger als die vergleichbaren Produkte.

Der Hersteller „fairtrade ORIGINAL“ ist eine niederländische Firma, die auch einen Web Shop betreibt. Als einzige Non-Profit- Marke im niederländischen Lebensmitteleinzelhandel arbeitet „fairtrade ORIGINAL“ eng mit LandwirtInnen und ErzeugerInnen in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen.
Durch die Entwicklung lokaler Vertriebsketten wollen sie faire Lebensmittel und Getränke für jeden zugänglich machen und den größtmöglichen Impact für ihre PartnerInnen im Ursprung generieren. Zudem ist ihnen die 100 %ig biologische Herstellung wichtig, Die Kokospalmen für diese Milch erhält eine Mischung aus Reisstroh und Blättern als Dünger. Die Fabrik, in der aus den Kokosnüssen dann sahnige Kokosmilch gepresst wird, ist ganz nahegelegen. So bleiben zumindest bei der Herstellung die Transportwege kurz.
Auch geschmacklich konnte das Produkt überzeugen, die Konsistenz ist okay und es ist kein Zucker zugesetzt, was sonst bei Kokosmilch teilweise üblich ist. Der natürliche Zuckeranteil hält sich damit mit 1,0g auf 400ml in akzeptablem Rahmen.
So kann ich das Produkt auf jeden Fall empfehlen und werde auch gerne bei Gelegenheit im Web Shop stöbern.

Sandra Nägele

 

 

 

Juni 2021: Za’atar Gewürzmischung

Za’atar, auch Zaatar, Za’tar, Zatar, Zahtar oder Satar, ist eine traditionelle Gewürzmischung aus der arabischen, nordafrikanischen und türkischen Küche. Za’atar ist der arabische Name für Wilden Thymian, der die Hauptzutat darstellt. Darüber hinaus enthält der Mix grundsätzlich gerösteten Sesam, Gewürzsumach und Meersalz. Der Sesam verleiht dem Ganzen eine nussige Note, der Sumach eine leicht fruchtige Frische. Je nach Hersteller und Landstrich können weitere Zutaten dazukommen, z. B. Koriander, Anis, Fenchel. Die von WeltPartner vertriebene, fair gehandelte Mischung aus Palästina (s. u.) enthält neben den vier traditionellen Grundzutaten auch Ölivenöl.

Za’atar ist in der Küche vielseitig verwendbar. Man kann es mit Olivenöl vermischt als Dip zu Fladenbrot reichen oder – wenn man selber backt – den Brotteig vor dem Backen mit der Olivenöl-Gewürzmischung bestreichen. Es passt zu Fleisch- und Fischgerichten ebenso wie zu (Röst-)Gemüse, als Topping für Suppen und Salate, ist lecker in Joghurt- und Frischkäse-Dips … Seine Vielseitigkeit zeigt sich nicht zuletzt darin, dass Za‘atar in orientalischen Ländern gerne als Tischgewürz verwendet wird.

Ein Tipp für alle, die es deftig mögen: Verdauungsfördernde Eigenschaften von Thymian und Sumach machen gehaltvolle Speisen bekömmlicher.

Anita Karpa

 

Mai 2021: Holunderbeere Balsamico

Holunderbeere Balsamico

Frühling und Sommer verwöhnen uns mit wundervoll frischen Salaten. Mit dem aromatischen Holunderbeere Balsamico des Biohofs Kreitmair bekommen diese eine besonders fruchtige Note.
Der Balsamico passt aber nicht nur zu Blattsalaten aller Art oder Tomatensalat, er rundet auch Soßen raffiniert ab, verleiht Gemüsegerichten, Suppen und Eintöpfen eine pikante Würze, gibt Marinaden für Antipasti oder Grillfleisch aromatischen Pfiff – und ist ein schönes Geschenk.

Der Biohof Kreitmair liegt im Herzen der Hallertau und hat sich auf die Beerenproduktion, insbesondere die der Holunderbeere spezialisiert. Er produziert nach den strengen Bioland-Richtlinien, die weit über den gesetzlichen Mindeststandard hinausgehen und führt das EU-Bio-Siegel. Somit stammen auch die nicht selbst produzierten Ingredienzen in diesem Balsamico – Aceto Balsamico di Modena IGP, Zucker, Zimt, Piment und Nelken – aus ökologischem Landbau.

Den Holunderbeere Balsamico gibt es im FAIR Handelshaus in Amperpettenbach. Er kann natürlich auch über unseren Online-Shop bezogen werden: shop.st-ulrich-ush.de

Anita Karpa

 

April 2021: Computermaus

Wenn man für seinen PC oder Laptop eine neue Computermaus benötigt, sollte sich die Angebote von www.nager-it.de ansehen. Seit 2009 bemüht sich der Verein NAGER IT e.V. mit Sitz in Weilheim um die Herstellung einer möglichst fairen Computermaus. Das ist schwieriger, als man denkt, da eine Computermaus aus sehr vielen Bauteilen besteht, die in verschiedenen Ländern hergestellt werden.

Es ist derzeit fast unmöglich, eine Maus vollkommen fair zu produzieren, aber seit 2012 werden über NAGER IT die derzeit fairsten Mäuse der Welt vertrieben. Mittlerweile kommen 70% der Bauteile aus Betrieben mit sehr guten Arbeitsbedingungen (u.a. Widerstände, Kondensatoren, Leiterplatte, Füße, Gehäuse, Lötdraht). Auch die Vormaterialien kommen zu einem Teil bereits aus fairer Produktion. Das Gehäuse wird nicht wie üblich aus Erdöl, sondern aus Zuckerrohr gefertigt. Das Scrollrad wird aus regionalem Holz in einer fränkischen Werkstatt hergestellt. In einer Integrationswerkstatt in Regensburg werden die Leiterplatten bestückt und die Endmontage durchgeführt.

Der Preis einer Maus von NAGER IT ist erheblich höher als einer aus konventioneller Produktion. Dafür werden bei der Herstellung nicht nur großteils faire Standards eingehalten, sondern auch klimaschonende und regionale Aspekte berücksichtigt.
Kaufen kann man die fairen Computermäuse in gut sortierten Eine-Welt-Läden oder im Versandhandel, z.B. bei www.memo.de, www.fairfox.shop oder www.fairmondo.de.

Sabine Thierfelder

 

März 2021: Gewürze

Klein in der Menge, in der Wirkung nicht zu überschätzen. Wenigstens was den Geschmack der Speisen angeht. Gewürze. Oft aus den Gegenden „wo der Pfeffer wächst“. Leider noch viel zu selten über den fairen Handel – obwohl aus den so genannten Ländern des globalen Südens – importiert.

Viele Kleinbauern-Familien, die vom Anbau von Kräutern und Gewürzen leben, leiden unter schwankenden Weltmarktpreisen. Zudem liegt der Marktpreis häufig sogar unter den Produktionskosten. Fair-zertifizierte Kräuter und Gewürze ermöglichen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern den Verkauf ihrer Produkte zu garantierten Preisen. So können die Familien ihre Zukunft und die ihrer Kinder nachhaltig verbessern.
Wenn Sie sich für Kräuter und Gewürze aus dem fairen Handel entscheiden, können Sie mit ruhigem Gewissen Mischungen wie „Cape Garden“ (u.a. Koriander), „Bushman“ (Salz mit Meeresalgen), „Rainbow“ (bunte Pfefferkörner) oder „Zulu Chili“ genießen. Mein persönlicher Favorit ist allerdings der „Orangen-Pfeffer“. Diese Mischung macht jeden Salat zu einem einmaligen Erlebnis!

Jolanta Wrobel

Februar 2021: Maniok Chips

Manchmal dürfen es auch Chips sein! Nicht allzu oft und immer mit ein wenig schlechtem Gewissen – weil nicht gerade gesund. Aber es gibt Gelegenheiten, da gehören sie als leckere kleine Knabberei einfach dazu, z. B. an Fasching.
Beim Stöbern im Fairen Handel bin ich auf eine exotische Alternative zu den konventionellen Kartoffel-Chips gestoßen: Maniok-Chips.

Maniok? Das sagte mir erst mal gar nichts. Jetzt weiß ich, das sind die Wurzeln des Cassavestrauchs, einer Pflanze, die mehr als 500 Millionen Menschen in Indien, Asien, der Karibik, Lateinamerika und Afrika als Grundnahrungsmittel dient. Man bezeichnet die Maniokknolle auch als Kartoffel der Tropen, denn sie ist wichtiger Stärke- und Kohlenhydratlieferant, enthält zahlreiche Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine. Da sie schnell verdirbt, ist sie in unseren Breitengraden selten zu finden. In rohem Zustand ist sie giftig; allerdings wird die enthaltene Blausäure durch Erhitzen zerstört und die Wurzel kann bedenkenlos verzehrt werden. Zu Mehl verarbeitet, ist sie interessant für Personen, die an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Maniokmehl kann glutenhaltiges Mehl oft eins zu eins ersetzen.

Quelle: https://www.el-puente.de/blog/maniok-chips-ab-jetzt-in-sechs-leckeren-sorten/
mit freundlicher Genehmigung von El Puente – Die Fair Trade Pioniere

Aber zurück zu den Chips: Maniok-Chips von EL PUENTE stammen aus fairem Handel, werden vollständig in Indonesien gefertigt und stellen eine wichtige Einnahmequelle für die dortigen Kleinbauern dar. Auch die Umwelt hat durch das Fairtrade-Engagement profitiert: zum einen durch die sukzessive Umstellung auf biologischen Anbau, zum anderen, weil die traditionelle Verarbeitung von Palmöl auf Kokosöl umgestellt werden konnte.
Es gibt die Chips in den Sorten Sea Salt, Sea Salt & Pepper, Rosemary, Barbecue, Sour Cream, Sweet Chili und Paprika. Alle Sorten sind in Bio-Qualität zu haben.
Die Sea-Salt-Variante finde ich persönlich ein bisschen langweilig, aber die kräftigeren Würzmischungen sind richtig lecker.

Es wäre natürlich schön, wenn Maniok-Chips weniger kalorien- und fetthaltig wären als herkömmliche Kartoffel-Chips, aber das ist leider nicht der Fall. Etwas gesünder ist aber – im Vergleich zu dem ansonsten üblichen Sonnenblumenöl – das hochwertige Kokosöl. Und sie kommen aus Fairem Handel – das verbindet die kleine Ernährungssünde mit einer guten Tat und führt zu etwas weniger schlechtem Gewissen.

Anita Karpa

[/timed]

Januar 2021: Faire Blumen

Blumen im Winter? Muss das sein? Natürlich nicht. Trotzdem werden Blumen auch im Winter eingekauft. Wenn man sich mit diesem Produkt aber auseinander setzt, stellt man fest, es ist möglich die Blumen, vor allem Rosen, nachhaltig ganzes Jahr einzukaufen.

Die Rosen von fairen Plantagen, meistens in Kenia oder Ecuador, werden oft biologisch angebaut und erfüllen soziale Arbeitsstandards. Außerdem werden die Blumen sehr oft mit Passagier-Flugzeugen befördert um keine zusätzlichen Flüge zu verursachen.

Die Blumenliebhaber können sich also an der Blütenpracht mit ruhigem Gewissen erfreuen, wenn Sie die Siegel beachten oder seinen Blumenverkäufer nach den Produktionsbedingungen fragen. Inzwischen bieten falls alle Discounter faire Rosen an. In kleinen Blumenläden soll man gezielt nach den fairen Pflanzen fragen, da sie oft nicht extra ausgeschildert sind. Seit ein paar Jahren bieten die großen Supermärkte vor Weihnachten Weihnachtssterne aus gerechtem Handel an.

Jolanta Wrobel


Mitte November bis Dezember 2020: Kuvertüre von Zotter

Als ich neulich in Vorbereitung auf meine Weihnachtsbäckerei im Fairhandelshaus Amperpettenbach nach einer fair gehandelten Kuvertüre fragte, hieß es: „Da haben wir nur die von Zotter, aber die ist etwas ganz Besonderes!“ „Oh, dann ist die bestimmt auch besonders teuer“, erwiderte ich vorsichtig. „Billig ist sie nicht, aber es lohnt sich“, sagte mein Gegenüber und geriet ins Schwärmen.

Mir kam natürlich gleich die köstliche Zotter-Schokolade in den Sinn, die Sabine Thierfelder schon im Januar 2019 in dieser Rubrik als Lieblingsprodukt vorgestellt hat. Und ich dachte: Plätzchenbacken macht so viel Arbeit – wenn ich mir schon die Mühe mache, dann soll auch was Gutes dabei herauskommen. Also wanderte die Nobelbitter Kuvertüre 70% als Testobjekt in meinen Einkaufskorb. Was soll ich sagen: Der Kauf hat sich gelohnt. Die mit dieser aromatischen, zartschmelzenden Kuvertüre schokolierten Platzerl schmecken einfach feiner.

Zotter bietet Kuvertüre in vielen Sorten an: mit Kakaoanteilen von 100% bis 40%, weiß, vegan, ohne Zucker und in verschiedenen Geschmacksrichtungen (z. B. Kaffee, Karamell, Kokos). Diese Palette kann das Fairhandelshaus natürlich nicht vorhalten, aber die 70%ige Nobelbitter ist noch vorrätig. Außerdem kann man die Kuvertüre auch direkt beim Erzeuger bestellen: www.zotter.at

Folgenden Tipp bekam ich zudem für’s Weihnachtsmenu: Diese edle Kuvertüre eignet sich auch hervorragend für Desserts (z. B. Schokomousse) oder zum Verfeinern bzw. Verzieren derselben (z. B. Fruchtspieße).

Anita Karpa


Oktober bis Mitte November 2020: Jacke

Meine neue Jacke wurde ziemlich schnell zur Lieblingsjacke. Warm, regendicht, atmungsaktiv, schick und bequem. Was will man mehr? Na ja, es wäre schön…. Doch! Ich habe mit großer Freude den Siegel „Fair Wear Foundation“ auf dem Preisetikett entdeckt. Super!

Faire Kleidung ist kein einfaches Thema. Denn Klamotten sind nicht nur für Wärmeschutz da, sondern haben auch mit Mode, Kunst, Geschmack, Wohlfühlen und anderen Emotionen zu tun. Es sieht aber so aus, als ob auch bei diesen Produkten der faire Handel auf dem Vormarsch wäre.

Leider gibt es noch keine Label-Organisationen oder Firmen, die den ganzen Produktionsprozess prüfen könnten. Das staatliche Siegel des Bundesministers Müller „Grüner Knopf“ hat das vor.

Im Moment deckt aber Grüner Knopf „nur“ die Bereiche „Bleichen und Färben“, sowie „Zuschneiden und Nähen“ ab. Fast genauso das Fair Wear Fundation Siegel. Fairtrade Cotton Programm gilt für soziale Standards bei der Produktion der ökologischen Baumwolle.

 

 

 

 

Mehr Informationen zu diesen und auch anderen Siegeln unter:  https://www.ci-romero.de/kritischer-konsum/siegel-von-a-z/%20wfto.com/

August und September 2020: Koawach – Koffein-Kakao 

Zwei Studenten aus Köln hatten 2014 die Idee, Kakaogetränken Koffein in Form von Guarana beizumischen, da sie Kaffee nicht mochten, aber auf seine belebende Wirkung nicht verzichten wollten. Außerdem war ihr Ziel, dass möglichst alle Zutaten nachhaltig angebaut und fair gehandelt werden. Deswegen gründeten sie eine eigene Firma mit dem Namen Koakult. 2015 stellten die beiden Gründer Heiko Butz und Daniel Duarte ihre fairen Wachmacher-Produkte in der Sendung „Höhle der Löwen“ vor.

Das Kakaopulver rührt man man etwas Flüssigkeit, wie z.B. Milch oder Wasser, an und gibt dann noch weitere Flüssigkeit dazu. Es schmeckt heiß oder kalt und ist deswegen auch im Sommer ein Genuss. Im Gegensatz zu herkömmlichen Kakaopulvern hat es ca. 50% (!) weniger Zucker. Es schmeckt trotzdem sehr lecker und wirkt belebend, vielleicht nicht so stark wie ein Espresso.

Das vorgestellte Pulver besteht aus Kakao (Peru), Kokosblütenzucker (Indonesien), Guaranasamenpulver (Brasilien), Vanillepulver und natürlichen Aromen. Nur die Aromen stammen nicht aus fairem Handel. Den beiden Firmengründern ist es gelungen, Guaranasamen erstmals fair zertifizieren zu lassen.

Das Getränkepulver ist für Kinder und schwangere bzw. stillende Frauen nicht geeignet, aber Koakult bietet auch Kakaogetränke ohne Guarana an: www.koawach.de.
Die Produkte findet man in gut sortierten Super- oder Biomärkten. Die Pulver können auch für Smoothies oder zum Backen verwendet werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Sabine Thierfelder

Juli 2020: Coffee Beans – eine kleine Leckerei im Hosentaschenformat

Was gibt es Schöneres als einen Espresso nach einem guten Essen? Aber damit nicht genug, eine süße Kleinigkeit gehört da schon dazu. Da kommt natürlich nichts Anderes in Frage, als eine kleine Espressobohne in Zartbitterschokolade, natürlich fair gehandelt und aus kontrolliert ökologischen Anbau.
Mit Zutaten wie Kakaomasse, Vollrohrzucker, gerösteten Kaffeebohnen, Kakaobutter, Kakaopulver und einem Kakaogehalt der Schokolade von mind. 70% zergeht diese Espressobohne  einem direkt auf der Zunge, ein unendlicher Genuss!

Der Kaffee in der kleinen Bohne wird von Kleinbauern in Chiapas angebaut. In der 1985 gegründeten Kooperation ISMAM haben sich rund 940 von ihnen zusammengeschlossen.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur ist ihnen sehr wichtig. Deshalb bauen sie den Kaffee nach strengen Naturland Fair-Richtlinien an.
Durch den von der Kooperative übernommenen Direktimport dieses Kaffees und die Zahlung von Bio- und Entwicklungsaufschlägen können wir alle zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Situation der Bauern und ihren Familien beitragen.

Da schmeckt die kleine Bohne doch gleich noch viel besser!

Caroline Schwarz

 

 

 

 

 

 

Juni 2020: Fair Trade Aleppo-Seife – das „grüne Gold“

Liebhaber reiner Naturprodukte kommen an dieser traditionell hergestellten Seife nicht vorbei. Und ich – als frisch gebackener Seifen-Fan – natürlich auch nicht. Deshalb möchte ich Euch das „grüne Gold“ aus Aleppo vorstellen.

Es handelt sich um nach alter Tradition produzierte Seife aus hochwertigem Oliven- und falls gewünscht, auch mit Lorbeeröl. Das besondere ist ihre Herstellung in Kesseln ohne Chemie, ohne Farbstoffe und rein pflanzlich – das macht diese Seife so speziell. Sie wird gekocht, gerührt, geschnitten und gestempelt – an dieser Herstellungsmethode hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. Farbstoffe, künstliche Aromen, Schaumstabilisatoren, Parfüm etc. sind den traditionellen Seifensiedern in Aleppo aus zwei Gründen fremd: Einerseits stellen sie ihre Seifen nach überlieferten Rezepten her und andererseits könnten sie in ihren mittelalterlich anmutenden Siedereien diese „Segnungen“ der modernen Chemie gar nicht verarbeiten.

Die Aleppo-Seife ist nicht nur die Urform aller Körperseifen, sondern ein Multitalent von Kopf bis Fuß und wie folgt anwendbar:

  • zur milden Gesichts Reinigung und Pflege – macht die Haut weich und geschmeidig.
  • zur schonenden Körperreinigung – erfrischt und stärkt die Haut und ist leicht desodorierend.
  • zur täglichen Haarwäsche – stärkt die Kopfhaut und wirkt gegen Schuppen.
  • zur täglichen Rasur – als Rasierseife auch für empfindliche Haut geeignet.

Den Herstellern in Aleppo und Umgebung hat der Krieg schwer zugesetzt und die Produktion ist um 75 Prozent eingebrochen. Große Teile der Stadt sind noch immer zerstört und trotz dieser widrigen Umstände lassen sich die Hersteller nicht entmutigen und produzieren weiter für den europäischen Markt. Ein treuer und fairer Handelspartner ist die französische Seifenfirma Tadé. Auch während des Krieges haben Sie die Seife importiert und haben somit einen Teil der Seifenproduktion am Leben gehalten. Auch im Zuge des Wiederaufbaues sorgen sie mit weiteren Handelspartnern für eine Steigerung der Produktion, die Ende 2019 bei ca. 25 Prozent lag. Auch Du kannst den Herstellern mit dem Kauf Ihrer Produkte dabei helfen, ihre Produktion zu steigern und somit ihre Arbeits-und Lebensbedingungen wieder Stück für Stück zu verbessern.

Swen Stollmann

 

Mai 2020: Bio Limo Orange von GEPA

Der Frühling kommt und die Temperaturen werden wärmer. Genau die richtige Zeit für eine schön gekühlte leckere Bio Limonade von GEPA aus fairem Handel.

Mit Zutaten wie natürlichem Mineralwasser, Orangen- und Limettensaft, Orangenöl und Rohrohrzucker genießt man eine fruchtig frische Limonade ohne Konservierungsstoffe und frei von künstlichen Aromen.

Erhältlich ist sie entweder im örtlichen Capitol Kino oder im FAIR Handelshaus Bayern in Amperpettenbach,  das momentan auch einen Lieferdienst anbietet.

Mit dem Kauf unterstützt man wie bei allen fair gehandelten Produkten langfristige Handels-beziehungen mit benachteiligten Kleinproduzenten, gerechtere Preise und Löhne und somit eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität der Produzentenfamilien.

Ein Grund mehr den Durst mit dieser leckeren Limonade zu löschen!

Caroline Schwarz

 

 

 

 

April 2020: Bio Studentenfutter von GEPA

Nicht nur Studenten, die nun zwangsweise daheim bleiben müssen, brauchen in diesen Zeiten Nervennahrung. Dieser Stress, der ständige Leistungsdruck, die Nacht wieder zu kurz und noch solange hin bis zur nächsten Mahlzeit! Was wäre da besser als dieser Klassiker in der fairen Variante, das Bio Studentenfutter von GEPA? Saftige Bio Rosinen, knackige Haselnüsse, milde Cashewkerne und köstliche Paranüsse – ein herrlicher Genuss! Alle Zutaten stammen aus Fairem Handel und kontrolliert ökologischem Anbau.

Wie man sieht, kann das Homeoffice in Corona-Zeiten auch angenehme Seiten haben – nicht nur für Studierende: die Frühlingssonne genießen, die Beine hochlegen und mal die Gedanken vom Laptop weg schweifen lassen… kein Hörsaal- oder Büromief, keine Mensaschlangen oder graue Gesichter in der Münchner U-Bahn…

Dafür ein kurzer Traum vom Süden in derzeit unerreichbarer Ferne, mit einer Handvoll Studentenfutter im Mund: Die Bio Rosinen und Bio Haselnüsse kommen aus der Türkei, wo die Kleinbauern vom Fairen Handel profitieren und auch die Saisonarbeiter, die ihnen bei der Ernte helfen und dadurch angemessen bezahlt werden. Oder träumen wir uns nach Honduras, woher die Cashews von La Sureñita kommen.

(Und bevor Fragen kommen: ja, auch Nicht-Studierende dürfen das futtern!)

Stephan und Johannes Honal

 
 

März 2020: Kuvertüre

„Iiiihhh,“ sagt mein Sohn und zieht die Nase hoch.“Diese Frühstücksflocken schmecken nicht.“ Leider habe ich, da im Angebot, mich zum Kauf einer Riesenpackung verleiten lassen. Und jetzt ist sie angebrochen und taugt damit auch nicht mehr zum Weitergeben…Und verschwenden will man Lebensmittel ja auch nicht. Ich beschließe, für das kommende Seminarwochenende Choco Crispies aus den Flakes zu machen und vermenge schon mal die Flakes mit ein paar gehackten Nüssen und Cranberries. Leider finde ich keine Kuvertüre mehr in der Speisekammer, nur noch einen letzten noch unaufgegessenen Nikolaus von 2019, der relativ klein ist und wohl, wenn ich ihn schmelze, keinesfalls für die Riesenmenge Flakes langt. Also mache ich mich auf die Suche nach Verstärkung, sprich: Kuvertüre, und zwar unbedingt welche ohne Palmöl oder -fett. Das stellt sich als gar nicht so einfach heraus und so bin ich ganz glücklich, als ich nach langem Suchen diese palmölfreie Kuvertüre entdecke, die obendrein auch noch mit fair gehandeltem Kakao produziert wurde.
Obendrein lässt sie sich wirklich gut und sehr schnell im Wasserbad schmelzen und prima verarbeiten. Sie hat zwar im Vergleich zu anderen Produkten recht wenig Glanz, schmeckt aber wirklich gut und der Preis ist auch in Ordnung. Alles in allem war ich recht zufrieden mit dem überwiegend fair hergestellten Produkt, das in diesem Fall ein Discounter anbietet. Die Wertschöpfung erfolgt weitgehend in Deutschland, aber immerhin, der fair gehandelte Kakao als Zusatz ist auf jeden Fall ein Anfang.
Den Seminarteilnehmern haben die improvisierten Choco Crossies übrigens gut geschmeckt!

Sandra Nägele

Februar 2020: Bananen

Ausgerechnet ein Discounter hat diesen Schritt gewagt. Lidl erklärte sich Ende 2018 bereit, Bananen nur aus fairem Handel anzubieten. Was danach kam, war ernüchternd. Die Verbraucher, die 10 bis 20 Cent pro Kilogramm mehr als für die konventionellen Bananen beim Konkurrenten Aldi zahlen sollten, spielten nicht mit. Trotz der massiven Werbekampagne seitens Lidl, entschied nicht die Ethik, sondern der Preis über das Konsumverhalten. Lidl sah sich gezwungen die Idee fallen zu lassen und führte im Sommer 2019 die konventionellen Bananen ins Sortiment wieder. Das ist sehr schade, denn die Beschäftigten auf den Bananen-Plantagen werden oft mit Hungerlöhnen abgespeist. Immer mehr Geld bleibt bei den Supermärkten, immer weniger bei den Menschen, die für unser Essen arbeiten. So gesehen, war es für Lidl bestimmt möglich, das Projekt nicht so schnell aufzugeben.
Was in solchen Fällen bleibt, ist wieder das Verantwortungsgefühl des mündigen Verbrauchers, der auf einen Siegel des gerechten Handels (Fairtrade oder Banafair) aufpassen muss. Deswegen empfiehlt das Fair Trade Team der Stadt Unterschleißheim, nur die fairen Bananen zu kaufen. Wenn die Früchte dazu noch bio zertifiziert sind, um so besser.
In diesem Sinne, lassen Sie sich die leckeren fairen Bio-Bananen schmecken! Sind gesund und ohne bitteren Beigeschmack.

Eine kleine Hoffnung weckt in letzten Monaten auch die Politik. Entwicklungsminister Müller und Arbeitsminister Heil verlangen nach einem Gesetz, was Menschenrechten in internationalen Lieferketten Vorrang einräumt. Das sogenannte „Lieferkettengesetz“ soll Ausbeutung und Rechtsverletzung bei Zuliefererbetrieben von deutschen Unternehmen verhindern. Es wäre natürlich ein großer Schritt nach vorne. Denn damit gäbe es keine unfairen Bananen mehr auf dem Markt und der Konsument müsste sich mit dem Thema gar nicht beschäftigen. Wer die Petition für Lieferkettengesetz – bei viel mehr Produkten als nur Bananen – unterschreiben möchte, kann das bei vielen Organisationen tun. Einfach „Lieferkettengesetz Petition“ in den Internet-Browser eingeben und die Lieblingsadresse wählen. Der Rest wird einfach und verständlich erklärt.

 

 

Januar 2020: Schmuck

In vielen Bereichen der Gewinnung der Rohstoffe für Schmuck und deren Verarbeitung existieren massive Defizite bei der Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards. Die unübersichtlichen Produktionsketten erschweren den Kunden leider die Orientierung. Es ist jedoch nicht unmöglich, auch beim Schmuck, Produkte ohne ausbeuterische Arbeit zu erwerben.

Fairer Schmuck

Die kleinen Juwelier-Läden pflegen auch in der heutigen, globalisierten Zeit persönliche Beziehungen zu ihren Lieferanten und wissen genau woher das Gold oder Silber, wie auch Edelsteine kommen. Es lohnt sich nachzufragen. Darüber hinaus bieten inzwischen die meisten Weltläden ein breites Spektrum am schönen, originellen Schmuck an. Das FAIR Handelshaus Bayern in Amperpettenbach (in der Nähe von Haimhausen) oder Weltläden in München wären dafür ganz gute Adressen. Und was viele nicht wahrnehmen, das Münchner Tollwood-Festival ist eine wahre Grube an ausgefallenen Juwelen. Sowohl im Winter auf der Theresienwiese wie auch im Sommer im Olympiapark. Schmuck hat nicht nur materiellen, sondern auch emotionalen Wert. Damit man ihn aber wirklich bedenkenlos tragen kann, soll er frei vom Leid, Schmerz und der Ungerechtigkeit sein.

Jolanta Wrobel